Daniel Aminati

Daniel Aminati

Aachener auf Erfolgskurs

Daniel Aminati, der sich selbst augenzwinkernd als „Öcher Printe mit afrikanischen Wurzeln“ bezeichnet, ist unter anderem bekannt als Moderator der ProSieben-Sendung „taff“, als Fitness-Coach von „Mach dich krass“, Synchronsprecher und Schauspieler. Wir haben uns mit dem sympathischen Aachener über seine Heimatstadt, sein Leben in Berlin und München und sein kommendes Projekt unterhalten…

Top Magazin: Sie sind in Aachen geboren und aufgewachsen – was bedeutet Ihnen Aachen heute und was, denken Sie, ist das Besondere an Aachen?
Daniel Aminati: Aachen ist natürlich meine Heimat! Hier habe ich die ersten 16/ 17 Jahre meines Lebens verbracht, dementsprechend habe ich natürlich einen ganz großen Bezug zu Aachen. Das Besondere an der Stadt ist in meinen Augen der tolle Humor der Aachener – den habe ich schon immer sehr gemocht.

Top Magazin: Wo fühlen Sie sich (heute) zuhause?
Daniel Aminati: Da ich als Moderator und als Schauspieler arbeite, brauche ich eine gewisse Kreativität und Inspiration um mich herum, weshalb ich nach Berlin gezogen bin. Ich habe zwar auch eine Wohnung in München, da ich dort für ProSieben tätig bin, aber in Berlin fühle ich mich derzeit sehr wohl – auch wenn ich es nicht direkt als Zuhause bezeichnen würde. Gerade bereite ich mich in Berlin auf eine Schauspielrolle vor; hier ist auch mein Partner, mit dem ich für „Mach dich krass“ an Programmen arbeite, und mein Gitarrist, mit dem ich regelmäßig Musik mache. Alles in allem gibt es hier sehr viel Kreativität und einen Schuss Verrücktheit – das mag ich an Berlin!

Top Magazin: Haben Sie einen bestimmten Lieblingsort?
Daniel Aminati: Nein, einen ganz bestimmten nicht. Ich mag natürlich – wie so viele andere auch – die Sonne, aber es kommt immer darauf an, in welchem Zustand ich mich gerade befinde. Manchmal mag ich beispielsweise die totale Ruhe sehr gerne. Deshalb habe ich mir im letzten Jahr eine kleine Auszeit gegönnt und alleine, backpackermäßig, die griechischen Inseln besucht. Vor allem in Kreta fand ich es unglaublich schön. Dort habe ich mich in den Bergen sehr wohl gefühlt und ein kleines Dorf entdeckt, das lediglich aus zehn älteren Steinhäusern des 15. Jahrhunderts bestand. Die Menschen vor Ort haben noch alles selbst angebaut und sogar geschlachtet. Es gab auch kein Internet… Das fand ich sehr erholsam. Aber genauso gerne habe ich schon so manchen Sommer auf Ibiza verbracht, da die Insel auf der einen Seite absolute Ruhe, auf der anderen Seite aber auch „Halligalli“ bietet. Hier hatte ich auch gemeinsam mit vielen Freunden meinen 40. Geburtstag gefeiert. Aber einen speziellen Ort, der für mich das Nonplusultra ist, gibt es nicht. Ich finde sowieso, dass die Welt unfassbar schön ist. Es gibt noch so viel zu entdecken…

Top Magazin: In Ihrem Podcast und in den sozialen Medien erwecken Sie den Eindruck, ein sehr positiv eingestellter Mensch zu sein – was bringt positive Energie in Ihr Leben?
Daniel Aminati: Ich glaube, ein ganz wichtiger Punkt für eine positive Einstellung ist, sich selbst nicht allzu wichtig und ernst zu nehmen – also sein Ego auch ein Stück weit runter zu schrauben. Dann ist man meiner Meinung nach auf Augenhöhe mit allen Menschen. Ich versuche eher Gemeinsamkeiten bei meinen Mitmenschen zu finden als das, was uns trennt. Außerdem sollte man sich natürlich mit Menschen umgeben, die einen inspirieren, die Fröhlichkeit in das eigene Leben bringen. Musik ist ein toller Trigger, um gut drauf zu sein. Lesen, Hörbücher, sinnhafte Dinge… Aber genauso sollte man den Mut haben, auch mal neben der Spur und nicht ganz so angepasst zu sein. Mut, sich selbst zu folgen und sich treu zu sein. Wir haben gelernt, immer schön artig und brav zu sein, weil alles andere nicht gerne gesehen wird. Klar bin ich ’ne Öcher Printe, aber ich hatte eben auch einen ghanaischen Vater. Dementsprechend habe ich natürlich auch etwas von seinem Naturell… Ich merke etwa immer wieder, dass die Leute beispielsweise bei einer Moderation denken: „Was macht der denn da?!“; vor allem, wenn ich aus der typisch deutschen Sachlichkeit und Nüchternheit austrete. Aber: Das bin immer ich – unverstellt!

Top Magazin: Authentizität ist also wichtig…
Daniel Aminati: Absolut, Authentizität ist das Allerwichtigste! Egal, ob du langfristig im Beruf oder aber im Umgang mit deinen Mitmenschen Erfolg haben willst. Oder auch einfach eine gewisse Nähe zu dir selbst aufbauen möchtest. Sich selbst zu akzeptieren und zu verstehen, was man möchte und wie man ist – das ist das A und O.

Top Magazin: Gibt es einen typischen Tagesablauf bei Ihnen?
Daniel Aminati: In der Regel stehe ich zwischen fünf und sechs Uhr auf, meditiere ein bisschen und mache meinen Sport. Im Anschluss setze ich mich an den Schreibtisch und beantworte Mails, schreibe oder arbeite an verschiedenen Dingen – zum Beispiel am Podcast oder meiner Schauspielrolle. Das ist aber immer abhängig davon, in welcher Stadt ich mich aktuell bewege. In München bin ich ab 13/ 14 Uhr bei ProSieben, bereite mich auf die Live-Sendung um 17 Uhr vor und verlasse dann meistens gegen 19 Uhr das Büro.

Top Magazin: Worauf könnten Sie in Ihrem Job nicht verzichten?
Daniel Aminati: Worauf ich auf gar keinen Fall verzichten könnte, ist Spaß! Das ist für mich die Grundvoraussetzung für alles, was ich mache: Stets eine gewisse Freude zu empfinden. Das heißt, wenn ich an meinem Sportprogramm arbeite und versuche, Menschen zu motivieren, dann bereitet mir das unglaubliche Freude. Vor allem, da auch immer wieder tolles Feedback zurückkommt. Bei „taff“ ist es tatsächlich so, dass ich stets versuche, ein bisschen Schwung in die Bude zu bringen. Ich versuche, leichtere Themen, die jetzt nicht so viel Ernsthaftigkeit brauchen, lockerer und weniger steif zu moderieren. Meiner Meinung nach benötigt man eine gewisse Distanz zu manchen Themen, und das kann ich ganz gut durch Freude und Leichtigkeit transportieren. Ich bemühe mich, einen ganz eigenen Stil zu pflegen: Totalen Spaß eben, und mache dann manchmal auch Dinge, die jetzt vielleicht kein anderer machen würde.

Top Magazin: Auf welches Projekt dürfen wir uns denn als nächstes freuen?
Daniel Aminati: Vor ein paar Monaten habe ich mit meinem guten Freund Lars Amend den Podcast „Die Glücksritter“ an den Start gebracht. Wir widmen uns den Themen Glück, Erfolg und Seelenfrieden und möchten unsere Hörer an das Wesentliche im Leben erinnern, das in der lauten Hektik des stressigen Alltags oftmals verloren geht. Unsere einfache Botschaft: „Hört auf euer Herz, folgt euren Träumen und habt wieder Freude am Leben!“ Natürlich erzählen wir dabei auch einiges über uns, lachen gemeinsam und haben unendlich viel Spaß. Der Podcast ist für uns beide ein tolles Projekt, wir widmen uns Themen, die berühren, und gehen dabei selbst tief in uns. Das Feedback unserer Hörer zeigt uns, dass wir sie tatsächlich dazu anregen, ihr Leben anzupacken, Grenzen zu überwinden und in ihrer Persönlichkeit zu wachsen. Es macht Spaß, wenn man dazu beiträgt, dass Menschen ihr Leben in die Hand nehmen, es verbessern und die Angst davor ablegen, was passieren könnte. Wir bekommen inzwischen so viele Zuschriften von Menschen, die der Podcast in ihrem täglichen Leben begleitet. Das macht uns glücklich.

Top Magazin: Das klingt nach einer völlig neuen Entwicklung, wie kam es zu dem Podcast?
Daniel Aminati: Für mich ist es keine neue Entwicklung, sondern eine Weiterentwicklung. Das Thema Motivation und die Dinge mit Freude zu machen, war immer ein wichtiger Teil von mir, ob es um Sport, Moderation oder Synchronisation geht. Wenn du tust, was dir Freude bereitest, bist du auch motiviert. Wenn du ein Ziel hast, das du erreichen willst, ist der Weg klar. Doch viele Menschen, lassen sich von Ängsten und Zweifeln von ihren Zielen abhalten. Wir stellen Fragen wie „Was soll passieren, wenn du deinen Traum lebst?“ oder „Was ist deine Bestimmung im Leben?“. Wir haben nur dieses eine Leben und das soll Spaß machen. Wir versuchen, die Menschen zu motivieren zu leben und nicht nur zu überleben, was in einem Land wie Deutschland glücklicherweise möglich ist.

Top Magazin: Vielen Dank für das Gespräch!